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Freitag, 28. Februar 2014
2012 Sheng Tuo Cha
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2012,
China,
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Morgensession,
Pu Erh,
Sheng,
Yixing Kanne
Donnerstag, 6. Februar 2014
Dienstag, 7. Januar 2014
2006 Sheng Pu Erh San Cha
In letzter Zeit bin ich sehr auf den Geschmack von Sheng Pu Erh gekommen. So finden immer öfter diverse grüne bzw. natürlich gereifte Pu Erh Tees den Weg in meine Kanne. Umso schöner ist es, dass ich bei meiner letzten Bestellung bei Herr Thamm eine kleine Probe eines Shengs mitbeommen habe. Bisher habe ich diese Art von Tee nur in gepresster Form probiert, sei es als Nest, oder als Kuchen. Umso neugieriger wurde ich, als ich San Cha - was wohl so viel wie loser Tee heißt - las. Besagter Tee stammt aus dem Jahr 2006.
Zubereitet habe ich ihn bisher sowohl im neutralen Gaiwan, als auch in meinem neuen Yixing Kännchen. Was mir sehr gut gefällt, ist dass das Abbrechen, oder Abtrennen der Blätter von einem Stück nicht nötig ist und man die Blätter als Ganzes in das Kännchen geben kann. Diese verzaubern mit schönen Brauntönen und kleinen Tips, die von silbern bis golden glänzen. Trocken geben die Blätter keinen allzu intensiven Geruch ab, etwas Holz, mehr kann ich jedoch bisher nicht erahnen.
Der erste Aufguss gibt sich in einem leuchtenden Gold-Gelb. Er geht noch sehr fein, dezent über die Zunge, gibt einem jedoch eine frische, fruchtige Süße. Der Geruch der nassen Blätter lässt nun auch einen dezent holzigen Nachhall mit leichten Tabakaromen erahnen. Jedoch sind das nur flüchtige Nuancen. Frucht dominiert eindeutig.
Im zweiten Aufguss intensivert sich das Fruchtaroma zunehmend und ich kann Aprikose erahnen. Dies wird wunderbar von einem extrem süßen Abgang unterstrichen, welcher das Zahnfleisch samtig ummanteld. Der Geschmack kommt mir sehr bekannt vor! Dabei tritt vorallem das Holzige vom Beginn weit in den Hintergrund.
Ich gieße ein weiteres Mal auf. Nun tritt eine fast schon sirupartige Süße hervor. Das muss Holunderblüte sein! Trotzdem bleibt der Tee in gewisser Weise leicht und angenehm.
Im vierten Aufguss zeigt sich nun trockenes Holz und drängt die Frucht etwas in den Hintergrund. Diese bleibt jedoch eindeutig präsent. Mineralische Anklänge kommen hinzu und nach dem Schlucken bemerke ich ein leichtes, angenehmes Kribbeln im Zahnfleisch.
Bei den Aufgüssen fünf bis sieben ergänzen sich Frucht und Holz nun auf grandiose Weise. Beides scheint fast mit der gleichen, stärker werdenen Intensität meinen Mundraum einzunehmen. Auch das Kribbeln im Zahnfleisch wird stärker, was sich sehr anregend auf mich auswirkt. So ein Mundgefühl kenne ich bisher nur im Zusammenhang mit Bitternis, jedoch zeigt dieser Tee keine Spur davon. Vielmehr intensiviert sich auch eine sagenhafte Süße - toll!
Erst ab dem neunten Aufguss schwächt der Tee leicht ab. Die Süße tritt zunehmend zurück, wandelt sich dabei etwas in Richtung Schokolade - genau das fällt mir vorallem in der abgekühlten Schale auf. Mineralische Noten treten nun in den Vordergrund, was sich auch bishin zum elften Aufguss kaum ändert.
Fazit: Dieser die ist wirklich toll zu trinken! Zum einen lässt er sich komplett freihand zubreiten. Dabei musste ich bisher weder haargenau auf Dosierung, noch auf Ziehzeit achten. Und genau das ist perfekt für einen Tee, der einen wirklich komplett in seinen Bann ziehen kann. Er besticht durch eine entspannende Leichtigkeit, ein dennoch wahnsinniges Mundgefühl und tolle Wandlungsfähigkeit zwischen den einzelnen Aufgüssen und verzeiht dabei auch gerne kleinere Unachtsamkeiten in der Zubereitung.
Dafür möchte ich Herr Thamm erneut danken!
Zubereitet habe ich ihn bisher sowohl im neutralen Gaiwan, als auch in meinem neuen Yixing Kännchen. Was mir sehr gut gefällt, ist dass das Abbrechen, oder Abtrennen der Blätter von einem Stück nicht nötig ist und man die Blätter als Ganzes in das Kännchen geben kann. Diese verzaubern mit schönen Brauntönen und kleinen Tips, die von silbern bis golden glänzen. Trocken geben die Blätter keinen allzu intensiven Geruch ab, etwas Holz, mehr kann ich jedoch bisher nicht erahnen.
Der erste Aufguss gibt sich in einem leuchtenden Gold-Gelb. Er geht noch sehr fein, dezent über die Zunge, gibt einem jedoch eine frische, fruchtige Süße. Der Geruch der nassen Blätter lässt nun auch einen dezent holzigen Nachhall mit leichten Tabakaromen erahnen. Jedoch sind das nur flüchtige Nuancen. Frucht dominiert eindeutig.
Im zweiten Aufguss intensivert sich das Fruchtaroma zunehmend und ich kann Aprikose erahnen. Dies wird wunderbar von einem extrem süßen Abgang unterstrichen, welcher das Zahnfleisch samtig ummanteld. Der Geschmack kommt mir sehr bekannt vor! Dabei tritt vorallem das Holzige vom Beginn weit in den Hintergrund.
Ich gieße ein weiteres Mal auf. Nun tritt eine fast schon sirupartige Süße hervor. Das muss Holunderblüte sein! Trotzdem bleibt der Tee in gewisser Weise leicht und angenehm.
Bei den Aufgüssen fünf bis sieben ergänzen sich Frucht und Holz nun auf grandiose Weise. Beides scheint fast mit der gleichen, stärker werdenen Intensität meinen Mundraum einzunehmen. Auch das Kribbeln im Zahnfleisch wird stärker, was sich sehr anregend auf mich auswirkt. So ein Mundgefühl kenne ich bisher nur im Zusammenhang mit Bitternis, jedoch zeigt dieser Tee keine Spur davon. Vielmehr intensiviert sich auch eine sagenhafte Süße - toll!
Erst ab dem neunten Aufguss schwächt der Tee leicht ab. Die Süße tritt zunehmend zurück, wandelt sich dabei etwas in Richtung Schokolade - genau das fällt mir vorallem in der abgekühlten Schale auf. Mineralische Noten treten nun in den Vordergrund, was sich auch bishin zum elften Aufguss kaum ändert.
| die Blätter zeigen kaum Spuren von Oxidation |
Fazit: Dieser die ist wirklich toll zu trinken! Zum einen lässt er sich komplett freihand zubreiten. Dabei musste ich bisher weder haargenau auf Dosierung, noch auf Ziehzeit achten. Und genau das ist perfekt für einen Tee, der einen wirklich komplett in seinen Bann ziehen kann. Er besticht durch eine entspannende Leichtigkeit, ein dennoch wahnsinniges Mundgefühl und tolle Wandlungsfähigkeit zwischen den einzelnen Aufgüssen und verzeiht dabei auch gerne kleinere Unachtsamkeiten in der Zubereitung.
Dafür möchte ich Herr Thamm erneut danken!
Dienstag, 9. April 2013
Sheng Pu Erh Kunming CNNP Qizi Bing 0701 2007
Wie das recht dunkle, trockene Blatt nicht vermuten lässt, ist der aufgegossene Tee doch recht grün.Vorallem schön finde ich die teilweise vorhandenen goldenen Tips.
| trockene Blätter - Abbruch |
Nach einem kurzen Waschgang landet auch schon der erste Aufguss in meiner Tasse. Der Geruch schreckt zunächst ab. Leder, muffig.. Die nassen Blätter lassen allerdings etwas anderes erahnen: Süße, Frucht - vorallem die Frucht erinnert mich an chinesischen Schwarztee, jedoch um Längen intensiver. Der Aufguss hat noch eine recht helle Farbe, was aber nicht im Geschmack wiederzufinden ist. Ein intensiver, aber dennoch ausgewogener Geschmack nach überreifem Obst weitet sich in meinem Mund aus, gepaart von gaumenschmeichelnder Süße.
| erster Aufguss - noch sehr hell |
Beim zweiten Aufguss lösen sich nun auch die Blätter von einander und die Farbe wird kräftiger - orange, bräunlich. Nun wird die sich intensivierende Süße von einer dezenten und sehr angenehmen Bitternote begleitet. Frucht tritt in den Hintergrund, ist jedoch noch vorhanden und Tabak erscheint auf der Bildfläche. Vorallem der Geschmack nach Tabak zusammen mit Süße finde ich sehr lecker! Ich als Raucher habe schon festellen müssen, dass wenn man Tabak in den Mund bekommt, sich der ganze Mund aufgrund von sehr starker Bitternis zusammenzieht. Dies ist hier jedoch überhaupt nicht der Fall!
| neues Teeschälchen - intensivere Farbe des 2. Aufgusses |
Beim dritten Aufguss verschwindet der Fruchtgeschmack fast vollständig, dafür intensivert sich Tabak umso mehr. Nun verabschiedet sich auch die Bitternote des zweiten Aufgusses und wunderbare Süße nimmt meinen Mund ein.
Nun, beim vierten Aufguss zeigt der Tee seine tolle Wandlungsfähigkeit! Das Tabakaroma nimmt wieder ab und überreifes Obst kommt wunderbar zur Geltung - Süße intensiviert sich zunehmend.
| nasse Blätter im Gaiwan - sehr grün |
Im fünften Aufguss wird nun ein Zusammenspiel aus Tabak und Frucht geboten. Süße tanzt zusammen mit einer den ganzen Mundraum einnehmenden Bitternote auf meiner Zunge ohne dabei unangenehm oder zu intensiv zu werden.
Der sechste Aufguss weist jetzt kaum noch Tabak auf, dieser lässt sich - wenn überhaupt - nur noch erahnen. Auch die Süße wird weniger intensiv. Das überreife Obst wird nun zu frischen Früchten.. Wow! Genau das spiegelt sich auch im siebten und sogar achten Aufguss wieder.
| neuer Teetisch |
Der neunte Aufguss. Der Geruch der nassen Blätter lässt es erahnen - überreifes Obst feiert sein Comeback! Auch der Tabak ist ab jetzt nicht mehr zu schmecken und Süße tritt erneut zunehmend in den Vordergrund. Daran ändert sich dann auch nichts mehr bis zum 12. Aufguss, großartig!
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| Aufguss im Gaiwan |
Fazit: Was mir besonders an diesem Tee gefallen hat, war die Wandlungsfähigkeit zwischen den einzelnen Aufgüssen - mal dominiert Tabak, mal Frucht, mal Süße, mal Bitternis. Interessant war auch, wie der muffige Geruch von Aufguss zu Aufguss weiter abgenommen und sich mehr und mehr in angenheme Frucht entwickelt hat. Aber wirklich begeistert hat mich, dass man am Geruch der nassen Blätter bei jedem Aufguss eindeutig den Geschmack erahnen konnte - wirklich ein wunderbarer Tee!
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