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Freitag, 13. Oktober 2017
Samstag, 25. Januar 2014
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Mittwoch, 6. November 2013
Donnerstag, 5. September 2013
Sakura-No Shincha
Wenn ich die Gelegenheit habe in München zu sein, statte ich üblicherweise dem ein oder anderen Teeladen einen Besuch ab. Zuerst musste ich unbedingt einem Tipp aus dem teetalk nachgehen und dem Tushita Teehaus einen Besuch abstatten. Wie sich heraus gestellt hat wahrlich eine kleine Perle. Dort bekommt man bei angenehmen Ambiente guten Tee in traditionellem Geschirr direkt serviert und kann diesen nach Belieben erneut aufgießen. Ein wirklich schönes Stübchen, da man vorallem die Gelegenheit hat neben dem dort servierten Tee, auch wünderschönes Zubehör zu ergattern. Danach musste ich unbedingt im Teahouse vorbeischauen. Dort lässt sich wirklich immer ein kleiner Schatz finden. Diesmal konnte ich einem wirklich tollen Shincha nicht widerstehen. Nach dem Kauf bot sich die Gelegenheit diesen Tee im englischen Garten bei wunderbarem Sonnenschein, direkt beim japanischen Teehaus zu verköstigen.
Bei besagtem Tee handelt es sich um den Sakura-No Shincha: Moe von der Familie Matsumoto, welche beim Anbau auf jegliche Pflanzenschutzmittel verzichtet. Da für diesen Tee nur die feinsten Blätter verarbeitet werden, wird nur eine kleine Menge ins Ausland exportiert.
Das trockene Blatt tendiert zwischen dunklem und hellen Grün und weißt deutlich mehr Bruch auf, als ich es von anderen Shinchas kenne. Es duftet wunderbar fruchtig, leichte Zitrusanklänge steigen in meine Nase - genau das verstärkt sich zunehmend in der vorgewärmten Shiboridashi.
Der erste Aufguss zeigt sich mit einem wunderschönem, zart leuchtendem Grün. Die Bezeichnung Moe 萌, mit welcher die Farbe der jungen Triebe, aus denen dieser Tee hergestellt wird, beschrieben wird, spiegelt sich wunderbar in der Farbe des Aufgusses wieder. Genau das ist auch mein erster Eindruck des Geschmacks. Leichte Buttrigkeit, begleitet von einer im Hintergrund präsenten Umaminote. Das ganze wird unterstrichen von einer fantastisch-erfrischenden Süße, die mich an Apfelkompott denken lässt. Jedoch kommt dieser Shincha auffällig kräftig daher.. Ob das wohl an dem hohen Bruchanteil liegen mag?
Im zweiten Aufguss findet sich ein satteres, tiefes Hellgrün. Beim ersten Schluck wird mein kompletter Mundraum von einer anregenden und erfrischenden Astringenz eingenommen, welche jedoch kaum länger als eine Sekunde anhält. Diese wird sofort von einer zunehmend schweren Süße abgelöst. Auch mein Eindruck von Äpfeln und Kompott macht sich nun noch besser bemerkbar. Für mich sehr verblüffend, dass ein Tee aus der Vorpflückung so ausdrucksstark ist.
Auch der dritte Aufguss bringt diese wunderbare Süße mit sich und gibt einem das Gefühl in einen Apfel zu beißen, der jedoch kaum säuerlichen Geschmack aufweißt.
Fazit: Erst bei den letzten beiden Aufgüssen kommt der Tee viel mehr wie ein Shincha rüber. Nun wird er viel spritziger, angenehm leicht, einfach nicht mehr so kräftig, was aber einen wirklich tollen Schluss hervor bringt. Für mich ist dies kein gewöhnlicher Shincha, der auch tiefbedämpften (fukamushi) Senchas im Geschmack durch seine wahnsinnig tolle Intensität sehr nahe kommt. Auch bei nicht allzu hoher Dosierung bringt er vier bis fünf tolle Aufgüsse mit sich und verliert dabei keines Wegs an Reiz.
Bei besagtem Tee handelt es sich um den Sakura-No Shincha: Moe von der Familie Matsumoto, welche beim Anbau auf jegliche Pflanzenschutzmittel verzichtet. Da für diesen Tee nur die feinsten Blätter verarbeitet werden, wird nur eine kleine Menge ins Ausland exportiert.
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| Farbspiel der Blätter - sehr schöne Verpackung |
Das trockene Blatt tendiert zwischen dunklem und hellen Grün und weißt deutlich mehr Bruch auf, als ich es von anderen Shinchas kenne. Es duftet wunderbar fruchtig, leichte Zitrusanklänge steigen in meine Nase - genau das verstärkt sich zunehmend in der vorgewärmten Shiboridashi.
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| Garten des japanischen Teehauses im Hintergrund |
Der erste Aufguss zeigt sich mit einem wunderschönem, zart leuchtendem Grün. Die Bezeichnung Moe 萌, mit welcher die Farbe der jungen Triebe, aus denen dieser Tee hergestellt wird, beschrieben wird, spiegelt sich wunderbar in der Farbe des Aufgusses wieder. Genau das ist auch mein erster Eindruck des Geschmacks. Leichte Buttrigkeit, begleitet von einer im Hintergrund präsenten Umaminote. Das ganze wird unterstrichen von einer fantastisch-erfrischenden Süße, die mich an Apfelkompott denken lässt. Jedoch kommt dieser Shincha auffällig kräftig daher.. Ob das wohl an dem hohen Bruchanteil liegen mag?
Im zweiten Aufguss findet sich ein satteres, tiefes Hellgrün. Beim ersten Schluck wird mein kompletter Mundraum von einer anregenden und erfrischenden Astringenz eingenommen, welche jedoch kaum länger als eine Sekunde anhält. Diese wird sofort von einer zunehmend schweren Süße abgelöst. Auch mein Eindruck von Äpfeln und Kompott macht sich nun noch besser bemerkbar. Für mich sehr verblüffend, dass ein Tee aus der Vorpflückung so ausdrucksstark ist.
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| Moe 萌 - junge, helle Blätter & fast gleichfarbiger Aufguss |
Auch der dritte Aufguss bringt diese wunderbare Süße mit sich und gibt einem das Gefühl in einen Apfel zu beißen, der jedoch kaum säuerlichen Geschmack aufweißt.
Fazit: Erst bei den letzten beiden Aufgüssen kommt der Tee viel mehr wie ein Shincha rüber. Nun wird er viel spritziger, angenehm leicht, einfach nicht mehr so kräftig, was aber einen wirklich tollen Schluss hervor bringt. Für mich ist dies kein gewöhnlicher Shincha, der auch tiefbedämpften (fukamushi) Senchas im Geschmack durch seine wahnsinnig tolle Intensität sehr nahe kommt. Auch bei nicht allzu hoher Dosierung bringt er vier bis fünf tolle Aufgüsse mit sich und verliert dabei keines Wegs an Reiz.
Freitag, 19. Juli 2013
Uji-saikokyu Shincha
Tags:
2013,
Grüntee,
Japan,
Shiboridashi,
Shincha,
Uji,
Waldquelle
Sonntag, 12. Mai 2013
Aller Anfang ist schwer...
... aber verdammt lecker!
Nach längerem Hin und Her fiel dann doch die Entscheidung, mir das passende Zubehör für die Zubereitung von Matcha zuzulegen, da ich in letzter Zeit immer öfter zum Pulver greife. Was bisher noch in der Müslischale mit einem Milchschäumer passiert ist, wollte ich nun selbst in einer zeremoniellen Schale - Chawan - mit einem Bambusbesen - Chasen - "in die Hand nehmen".
Ich erinnerte einen netten Herrn, der beim japanischen Frühlingsfest im augsburger botanischen Garten seinen Stand aufgebaut hatte und neben diversen Gusseisenkannen und hochwertigen Messern auch das ein oder andere Zubehör für Matchazubereitung anbot. Kurzerhand stattete ich seinem Geschäft - La Maison des Théières- in der Altstadt einen Besuch ab. Ich muss sagen, ein ausgesprochen schön geordneter, dekorierter und vor Allem kleiner Laden, der eine angenehme Atmosphäre mit sich bringt. Auch eine überschauliche Auswahl an Keiko Tees und diversen japanischen Keramiken - diesen zum Teil auch nachempfundenen - ist hier zu finden. Nach einem etwas längerem Gespräch, ob denn das diesjährige Frühlingsfest ins Wasser fällt, oder nicht, entschied ich mich für einen dunklen Chasen, einen Dosierlöffel und 30 Gramm Keiko Premium Matcha. Leider gab es bis auf eine einzelne, mein Budget um einiges übersteigende, keine weiteren Chawan. Jedoch wurde ich relaltiv schnell bei Tee Gschwendner fündig und so entschied ich mich für eine braune, teilweise grün glasierte Schale, welche mir auf den ersten Blick ausgesprochen gut gefiel! Besonders der Übergang und die kleinen Risse in der Glasur finde ich sehr schön.
Momentan tendiere ich geschmacklich zu Usucha, also dünnem Tee. Vor Allem weil ich bisher nur kostengünstigeren Matcha getrunken habe und dieser relativ schnell zu Bitternes tendiert. Für die, denen das noch kein kein Begriff sein sollte, eine ganz kurze Erklärung: Man unterscheidet bei der Matchazubereitung zwischen Usucha, dem dünnen Tee (viel Wasser auf vergleichsweise wenig Matcha) und Koicha, dem dicken Tee (wenig Wasser auf vergleichsweise viel Matcha).
Nach etwa fünf Versuchen bekomme ich den Tee nun schon schön schaumig geschlagen, was sich jedoch als nicht sehr einfach herrausgestellt hat. Das Pulver verströmt einen intensiv süßlich-fruchtigen, an Spinat erinnernden Geruch. Geschmacklich ist der Keiko Premium angenehm süß, sehr intensiv, hat eine tolle nussige Note und fühlt sich wunderbar cremig im Mund an. Und dies ohne auch nur im Ansatz zu bittern.
Momentan kommt es mir aber auch nicht so sehr auf den Geschmack an, da ich mich vielmehr von der Zubereitung in ihren Bann gezogen fühle. Das macht mittlerweile richtig Spaß! Für mich ist es nun wirklich immer wieder etwas ganz besonderes Matcha zuzubereiten und zu trinken. Bei keinem anderen Tee kann ich so "stolz" auf nein Ergebnis sein, wie hier.
Nach längerem Hin und Her fiel dann doch die Entscheidung, mir das passende Zubehör für die Zubereitung von Matcha zuzulegen, da ich in letzter Zeit immer öfter zum Pulver greife. Was bisher noch in der Müslischale mit einem Milchschäumer passiert ist, wollte ich nun selbst in einer zeremoniellen Schale - Chawan - mit einem Bambusbesen - Chasen - "in die Hand nehmen".
Ich erinnerte einen netten Herrn, der beim japanischen Frühlingsfest im augsburger botanischen Garten seinen Stand aufgebaut hatte und neben diversen Gusseisenkannen und hochwertigen Messern auch das ein oder andere Zubehör für Matchazubereitung anbot. Kurzerhand stattete ich seinem Geschäft - La Maison des Théières- in der Altstadt einen Besuch ab. Ich muss sagen, ein ausgesprochen schön geordneter, dekorierter und vor Allem kleiner Laden, der eine angenehme Atmosphäre mit sich bringt. Auch eine überschauliche Auswahl an Keiko Tees und diversen japanischen Keramiken - diesen zum Teil auch nachempfundenen - ist hier zu finden. Nach einem etwas längerem Gespräch, ob denn das diesjährige Frühlingsfest ins Wasser fällt, oder nicht, entschied ich mich für einen dunklen Chasen, einen Dosierlöffel und 30 Gramm Keiko Premium Matcha. Leider gab es bis auf eine einzelne, mein Budget um einiges übersteigende, keine weiteren Chawan. Jedoch wurde ich relaltiv schnell bei Tee Gschwendner fündig und so entschied ich mich für eine braune, teilweise grün glasierte Schale, welche mir auf den ersten Blick ausgesprochen gut gefiel! Besonders der Übergang und die kleinen Risse in der Glasur finde ich sehr schön.
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| neue Chawan - schöner Übergang von glasiert zu unglasiert |
Momentan tendiere ich geschmacklich zu Usucha, also dünnem Tee. Vor Allem weil ich bisher nur kostengünstigeren Matcha getrunken habe und dieser relativ schnell zu Bitternes tendiert. Für die, denen das noch kein kein Begriff sein sollte, eine ganz kurze Erklärung: Man unterscheidet bei der Matchazubereitung zwischen Usucha, dem dünnen Tee (viel Wasser auf vergleichsweise wenig Matcha) und Koicha, dem dicken Tee (wenig Wasser auf vergleichsweise viel Matcha).
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| Chasen und Chashaku |
Nach etwa fünf Versuchen bekomme ich den Tee nun schon schön schaumig geschlagen, was sich jedoch als nicht sehr einfach herrausgestellt hat. Das Pulver verströmt einen intensiv süßlich-fruchtigen, an Spinat erinnernden Geruch. Geschmacklich ist der Keiko Premium angenehm süß, sehr intensiv, hat eine tolle nussige Note und fühlt sich wunderbar cremig im Mund an. Und dies ohne auch nur im Ansatz zu bittern.
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| leuchtendes Grün |
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| erste Versuche |
Momentan kommt es mir aber auch nicht so sehr auf den Geschmack an, da ich mich vielmehr von der Zubereitung in ihren Bann gezogen fühle. Das macht mittlerweile richtig Spaß! Für mich ist es nun wirklich immer wieder etwas ganz besonderes Matcha zuzubereiten und zu trinken. Bei keinem anderen Tee kann ich so "stolz" auf nein Ergebnis sein, wie hier.
Donnerstag, 18. April 2013
Tee im Grünen
Es gibt Tage, an denen zieht es einen förmlich nach draußen. Genau so ein Tag war der gestrige - diverse Tees samt Utensilien in den Rucksack gepackt und spontan auf's Fahrrad gestiegen. Nach einer knappen halben Stunde Radfahren durch den Wald verschlägt es mich an eine etwas größere Lichtung direkt an einem kleinen Bach, die ich im Sommer des Öfteren aufsuche.
Es ist wunderbar sonnig und außer dem leisen Plätschern von Wasser und fröhlichem Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Eine leichte Prise weht an mir vorbei, intuitiv greife ich zum richtigen Tee - White Monkey von die Kunst des Tees. Ich liebe diesen Grüntee, relativ große, gerollte Blätter und zart beflaumte Tips - der Geruch passt perfekt zum Wald, in dem ich mich befinde.
Behutsam giese ich Wasser auf und der Geruch intensiviert sich, feine Süße steigt in meine Nase.
Langsam öffnen sich die Blätter und Färben das Wasser im Gaiwan in ein sanftes Grün. Toll, wie unbeschädigt sie sind!
Der Geschmack ist intensiv und eindeutig, angenehm, süß, fruchtig und zeigt einen Hauch von Nuss, ohne auch nur ansatzweise zu bittern. Ein wenig erinnert er mich an an klares Quellwasser.. Atemberaubend, wie erfrischend ein warmes Getränk sein kann!
Der dritte Aufguss zieht mich dann weg von meinem Platz im sonnigen Gras in Richtung Bach.
Da mich der Tee ohnehin schon an frisches Wasser erinnert, ist das Ambiente am Ufer perfekt! Neben dem Stein auf dem ich meine Schale abgestellt habe, hüpft ein kleiner Frosch ins Wasser und bleibt dort sogar bis ich fertig getrunken habe.
Erstaunlich, wie gut man Tee mit der Umgebung in Verbindung bringen kann. Mir hat der Tee zwar schon immer wunderbar geschmeckt, aber gestern hat einfach alles gestimmt und er war so gut, wie noch nie!
| Setup in der Sonne |
| die Blätter tanzen förmlich im Wasser :) |
Langsam öffnen sich die Blätter und Färben das Wasser im Gaiwan in ein sanftes Grün. Toll, wie unbeschädigt sie sind!
Der Geschmack ist intensiv und eindeutig, angenehm, süß, fruchtig und zeigt einen Hauch von Nuss, ohne auch nur ansatzweise zu bittern. Ein wenig erinnert er mich an an klares Quellwasser.. Atemberaubend, wie erfrischend ein warmes Getränk sein kann!
| perfekt verarbeitetes Blatt links - Frosch ist leider nicht zu sehen |
Da mich der Tee ohnehin schon an frisches Wasser erinnert, ist das Ambiente am Ufer perfekt! Neben dem Stein auf dem ich meine Schale abgestellt habe, hüpft ein kleiner Frosch ins Wasser und bleibt dort sogar bis ich fertig getrunken habe.
Erstaunlich, wie gut man Tee mit der Umgebung in Verbindung bringen kann. Mir hat der Tee zwar schon immer wunderbar geschmeckt, aber gestern hat einfach alles gestimmt und er war so gut, wie noch nie!
Mittwoch, 10. April 2013
One Leave, One Bud - Xianzhi Grüntee
Hierbei handelt es sich um grünen Tee aus dem chinesischen Gebiet Wuyuan in der Provinz Jiangxi. Geernet wird er recht früh im Jahr und zwar vor dem traditionellen Ching Ming Fest, Anfang April. Dabei werden lediglich eine Knospe und das erste Blatt gepflückt, was den ofengetrockneten Teeblättern ein zwischen silber und dunkelgrün tendierenes Farbspiel beschert.
Die Teeblätter geben im vorgewärmten Gaiwan einen mir sehr bekannten Duft wieder: feine Süße, dezent nach Spinat duftend - erinnert mich sehr an japanischen Schattentee!
Der erste Aufguss hingegen gibt diesen Vergleich geschmacklich nur teilweise wieder. Dieser fühlt sich im Mund genauso angenehm an, lässt sich geschmacklich aber mit keinem japanischen Tee vergleichen. Vorwiegend herrscht intensive Süße, die meinen gesamten Rachenraum ummantelt. Der sehr leichte, blumige Geschmack wird von einer dezenten Note nach frischem Gras unterstrichen.
Im zweiten Aufguss wandelt sich das Aroma. Nuss tritt in den Vordergrund, begleitet von fein-herber, leicht spritzig-säuerlicher Frische! Ein wahnsinnig adstringierendes Gefühl nimmt meinen kompletten Mund ein, was ich von grünem Tee so noch nicht kenne. Dabei bleibt der Geschmack jedoch weiterhin sehr dezent und zurückhaltend, fast wie bei weißem Tee.
Der dritte Aufguss zieht sich dann leider auch schon etwas zurück. Süße tritt zwar wieder mehr in den Vordergrund als beim zweiten Aufguss, dafür wird der Geschmack zunehmend schwächer, hinterlässt aber immernoch ein angenehmes Frischegefühl im Mund.
Fazit: An und für sich ist dieser Tee wirklich alles andere als schlecht, wird aber meines Erachtens seines hohen Preises nicht gerecht. Das mag eventuell auch daran liegen, das mich persönlich Tees mit besonders feinem Geschmack - wie auch z.B. weißer Tee - nicht vom Hocker hauen, aber dennoch schmecken. Vorallem ist es doch immer wieder interessant, wie stark das Alter der Blätter, den Geschmack und die Intensität beeinflussen können.
Ich fand es auf jeden Fall interessant grünen Tee aus (teils) Blattknospen verkostet zu haben und wollte gerne darüber berichten!
| silberne Tips & junge, grüne Blätter |
Die Teeblätter geben im vorgewärmten Gaiwan einen mir sehr bekannten Duft wieder: feine Süße, dezent nach Spinat duftend - erinnert mich sehr an japanischen Schattentee!
Der erste Aufguss hingegen gibt diesen Vergleich geschmacklich nur teilweise wieder. Dieser fühlt sich im Mund genauso angenehm an, lässt sich geschmacklich aber mit keinem japanischen Tee vergleichen. Vorwiegend herrscht intensive Süße, die meinen gesamten Rachenraum ummantelt. Der sehr leichte, blumige Geschmack wird von einer dezenten Note nach frischem Gras unterstrichen.
| die zarte Farbe lässt den leichten Geschmack erahnen |
Im zweiten Aufguss wandelt sich das Aroma. Nuss tritt in den Vordergrund, begleitet von fein-herber, leicht spritzig-säuerlicher Frische! Ein wahnsinnig adstringierendes Gefühl nimmt meinen kompletten Mund ein, was ich von grünem Tee so noch nicht kenne. Dabei bleibt der Geschmack jedoch weiterhin sehr dezent und zurückhaltend, fast wie bei weißem Tee.
| zweiter Aufguss - Blatt im Schälchen |
Der dritte Aufguss zieht sich dann leider auch schon etwas zurück. Süße tritt zwar wieder mehr in den Vordergrund als beim zweiten Aufguss, dafür wird der Geschmack zunehmend schwächer, hinterlässt aber immernoch ein angenehmes Frischegefühl im Mund.
| die letzten Tropfen |
| Blätter & Knospen |
Ich fand es auf jeden Fall interessant grünen Tee aus (teils) Blattknospen verkostet zu haben und wollte gerne darüber berichten!
Freitag, 29. März 2013
Shincha Shimoyama 2012
Heute möchte ich eine bereits im TeeTalk veröffentlichte Verkostung - diesmal mit Bildern - nachreichen.
Hierbei handelt es sich um einen japanischen Grüntee - Shincha Shimoyama von TeeGschwendner.
Wie ich mir von Gero habe sagen lassen, handelt es sich nicht um einen Sencha, sondern einen Gyokuro aus der ersten Plückung 2012.
Der Tee besitzt eine wunderbare dunkelgrüne Farbe und schimmernde lange, dünne Blätter. Allein schon dieser Geruch: Spinat und Alge, total süß. Das macht definitiv Lust auf mehr.
Zubereitet habe ich ihn hier mit einer etwas höherer Dosierung, als ich es im Normalfall bei Senchas tue, aber Gyokuro untypisch.
Erster Aufguss bei 60°C. Und dieser Duft nach Alge und Spinat intesiviert sich, mir läuft schon richtig das Wasser im Mund zusammen. Nach 2 Minuten habe ich einen leuchtend grünen, klaren Tee in der Tasse. Nun bin ich schon etwas verdutzt, ich schmecke Umami, obwohl ich die Dosierung des Tees so niedrig gewählt habe.. Wow! Außerdem schlägt sich ein dezenter Algengeschmack nieder. Begleited wird dieser von einem Hauch leichter, angenehmer Süße und einer fantastischen Fruchtnote.. Pfirsich?
Zweiter Aufguss und 65°C, 45 Sekunden. Der Tee ist nun leicht getrübt, was mich jedoch nicht weiter stört. Nun schmecke ich kein Umami mehr, jeodch fällt mir nun etwas ganz anderes auf. Zitronengeschmack und leichte, prickelnde Säure. Der Algengeschmack ist jedoch geblieben und dieser fantastische Fruchtgeschmack intensiviert sich.
Der dritte Aufguss (Ich will mehr!!), 70°C und eine Minuten Ziehzeit. Nun wieder eine schön klare Tasse. Ich dachte mehr, als ich ohnehin schon aus dem Tee herausbekommen habe, ist nicht mehr möglich. Doch ich habe mich geirrt! Der Tee ist nun sagenhaft süß und nun bin ich mir sicher, das muss Pfirsich sein! Der Algengeschmack tritt nur noch leicht im Hintergrund auf und die Säure aus dem zweiten Aufguss ist verschwunden. Nun hat man wirklich das Gefühl einen Pfirsich in der Tasse zu haben, aber nicht nur den.. Verschieden Fruchnoten tanzen auf meiner Zunge.
Nun der 4. Aufguss, weiterhin 70°C und 90 Sekunden ziehen lassen. Und
siehe da, der Tee ist immernoch so wunderbar süß. Von Geschmacksverlust
ist immernoch nichts zu finden. Eher das Gegenteil. Obwohl das
Algenaroma nun nicht mehr herauszuschmecken ist erinnert mich der Tee
jetzt etwas an einen Milky Oolong. Dieses mundfüllende Gefühl von Milch
ist einfach toll.
Fünfter und letzter Aufguss, 75°C und wieder 2 Minuten Ziehzeit. Ich bin mir sicher, da wäre noch einer, vielleicht sogar zwei gegangen, aber irgendwann muss Schluss sein. Geschmacklich immernoch überzeugend, doch nun verliert der Tee an Komplexität. Fruchtig ist er zwar noch, jedoch lässt sich da nichts mehr eindeutig herausschmecken. Auch dieses mundfüllende Gefühl verliert trotz der noch vorhandenen "Milchigkeit" an Intensität. Jedoch ist die sagenhafte Süße seit dem 3. Aufguss nahezu konstant geblieben.
Hierbei handelt es sich um einen japanischen Grüntee - Shincha Shimoyama von TeeGschwendner.
Wie ich mir von Gero habe sagen lassen, handelt es sich nicht um einen Sencha, sondern einen Gyokuro aus der ersten Plückung 2012.
| Setup für die Teesession |
Der Tee besitzt eine wunderbare dunkelgrüne Farbe und schimmernde lange, dünne Blätter. Allein schon dieser Geruch: Spinat und Alge, total süß. Das macht definitiv Lust auf mehr.
Zubereitet habe ich ihn hier mit einer etwas höherer Dosierung, als ich es im Normalfall bei Senchas tue, aber Gyokuro untypisch.
Erster Aufguss bei 60°C. Und dieser Duft nach Alge und Spinat intesiviert sich, mir läuft schon richtig das Wasser im Mund zusammen. Nach 2 Minuten habe ich einen leuchtend grünen, klaren Tee in der Tasse. Nun bin ich schon etwas verdutzt, ich schmecke Umami, obwohl ich die Dosierung des Tees so niedrig gewählt habe.. Wow! Außerdem schlägt sich ein dezenter Algengeschmack nieder. Begleited wird dieser von einem Hauch leichter, angenehmer Süße und einer fantastischen Fruchtnote.. Pfirsich?
| erster Aufguss |
Zweiter Aufguss und 65°C, 45 Sekunden. Der Tee ist nun leicht getrübt, was mich jedoch nicht weiter stört. Nun schmecke ich kein Umami mehr, jeodch fällt mir nun etwas ganz anderes auf. Zitronengeschmack und leichte, prickelnde Säure. Der Algengeschmack ist jedoch geblieben und dieser fantastische Fruchtgeschmack intensiviert sich.
| zweiter Aufguss - die Trübe ist nich sonderlich gut erkennbar |
Der dritte Aufguss (Ich will mehr!!), 70°C und eine Minuten Ziehzeit. Nun wieder eine schön klare Tasse. Ich dachte mehr, als ich ohnehin schon aus dem Tee herausbekommen habe, ist nicht mehr möglich. Doch ich habe mich geirrt! Der Tee ist nun sagenhaft süß und nun bin ich mir sicher, das muss Pfirsich sein! Der Algengeschmack tritt nur noch leicht im Hintergrund auf und die Säure aus dem zweiten Aufguss ist verschwunden. Nun hat man wirklich das Gefühl einen Pfirsich in der Tasse zu haben, aber nicht nur den.. Verschieden Fruchnoten tanzen auf meiner Zunge.
| dritter Aufguss |
| Wasser für den vierten Aufguss |
Fünfter und letzter Aufguss, 75°C und wieder 2 Minuten Ziehzeit. Ich bin mir sicher, da wäre noch einer, vielleicht sogar zwei gegangen, aber irgendwann muss Schluss sein. Geschmacklich immernoch überzeugend, doch nun verliert der Tee an Komplexität. Fruchtig ist er zwar noch, jedoch lässt sich da nichts mehr eindeutig herausschmecken. Auch dieses mundfüllende Gefühl verliert trotz der noch vorhandenen "Milchigkeit" an Intensität. Jedoch ist die sagenhafte Süße seit dem 3. Aufguss nahezu konstant geblieben.
| nasses Blattgut |
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