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Donnerstag, 5. Dezember 2013
Montag, 2. Dezember 2013
Wuyi Hong Cha
Vergangenen Freitag bekam ich ein kleines Päckchen von Herr Thamm, dem Besitzer des Cha Dao Online Shops. Unter diversen Tees befand sich auch ein Schwarztee aus der chinesischen Provinz Fujian. Dieser machte mich besonders neugierig, da er aus dem Wuyi Gebirge stammt und ich bisher nur von Oolong Tees aus dieser Region gehört habe.
Die erste Besonderheit fällt sofort beim Öffnen der Packung auf - feine Röstnoten steigen in meine Nase. Nun denkt man sich geröstete Tees aus dem Wuyishan sind ja wohl keine Besonderheit! Für mich in diesem Fall schon, da ich bisher von keinem schwarzen Tee gehört habe, der geröstet wird. Da wäre nur der Lapsang Souchong, welcher jedoch primär geräuchert ist.
Beim ersten, beim zweiten und selbst beim dritten Blick erkennt man keinerlei Unterschiede zu teiloxidierten Felsentees. Das Blatt ist dunkelbraun bis schwärzlich, relativ lang und dick gedreht.
Auch am Geruch der trockenen Blätter erkennt man keinen typischen Schwartee Charakter. Er besticht durch eine intensive fruchtige Süße, welche stark an einen Da Hong Pao erinnert.
Zubereitet wird er in meiner Shiboridashi, da man den Tee außergewöhnlich hoch dosieren kann. Der erste Aufguss darf drei Minuten ziehen. Nach dem Abgießen bekommt man eine extrem helle, bernsteinfarbene Tassenfarbe, die fast schon ins Goldene tendiert. Schaut man nun in die Shiboridashi, ist diese fast bis zum Rand hin mit Blättern gefüllt. Diese verströmen nun einen sagenhaft intensiven Duft mit einer extrem breitgefächerten Fülle an Aromen. Karamell, Blumenwiese, diverse Früchte, feine Röstaromen. Trotz der Intensität bleibt das ganze in einer gewissen Weise erfrischend.
Die helle Tasse versetzt nun ins Staunen. Sie gibt einem die gleiche nachhaltige Bandbreite an Aromen wie schon der Duft der nassen Blätter. Der ganze Mund wird von einer cremigen Süße eingenommen, diese steht in Kontrast zu einer für nur einen Bruchteil einer Sekunde präsenten Säure. Reifes Obst und Veilchen runden das Ganze perfekt ab. Auch die Röstung macht sich nur sehr leicht bemerkbar, unterdrückt keineswegs den Grundcharakter des Tees, sondern fügt dem Ganzen eine leicht markante Note hinzu. Dadurch, dass dieser Hong Cha ohne Tendez zu jeglicher Bitternes eine solch hohe Dosierung erlaubt, kann man ihn vier bis fünf, oder sogar sechs mal aufgießen, ohne diese wunderbare Intensität und Vielschichtigkeit auch nur im Ansatz zu verlieren. Selbst nach dem fünften Aufguss hinterlässt der Tee ein derart angenehmes Mundgefühl, dass man sich noch eine viertel Stunde danach von ihm eingenommen fühlt.
Selbst das feuchte Blatt vedutzt ein Wenig. Es wirkt doch recht grün und wenn man die Blätter einzeln betrachtet, fällt sofort auf das der größte Teil nicht einmal einen Riss enthält, geschweige denn zerborchen wäre. Hier sieht man mit welcher Hingabe er geerntet und verarbeitet wurde, was noch mehr Freude am Trinken beschert.
Fazit: So wirkt dieser Tee kaum wie ein Schwarztee, zumindest nicht wie einer, den ich bisher getrunken habe. Vielmehr besticht er durch Attribute, welche ich an Oolongs aus dem Wuyishan so sehr schätze und das macht diesen Hong Cha für mich zu einer wahren Besonderheit.
Die erste Besonderheit fällt sofort beim Öffnen der Packung auf - feine Röstnoten steigen in meine Nase. Nun denkt man sich geröstete Tees aus dem Wuyishan sind ja wohl keine Besonderheit! Für mich in diesem Fall schon, da ich bisher von keinem schwarzen Tee gehört habe, der geröstet wird. Da wäre nur der Lapsang Souchong, welcher jedoch primär geräuchert ist.
Beim ersten, beim zweiten und selbst beim dritten Blick erkennt man keinerlei Unterschiede zu teiloxidierten Felsentees. Das Blatt ist dunkelbraun bis schwärzlich, relativ lang und dick gedreht.
Auch am Geruch der trockenen Blätter erkennt man keinen typischen Schwartee Charakter. Er besticht durch eine intensive fruchtige Süße, welche stark an einen Da Hong Pao erinnert.
Zubereitet wird er in meiner Shiboridashi, da man den Tee außergewöhnlich hoch dosieren kann. Der erste Aufguss darf drei Minuten ziehen. Nach dem Abgießen bekommt man eine extrem helle, bernsteinfarbene Tassenfarbe, die fast schon ins Goldene tendiert. Schaut man nun in die Shiboridashi, ist diese fast bis zum Rand hin mit Blättern gefüllt. Diese verströmen nun einen sagenhaft intensiven Duft mit einer extrem breitgefächerten Fülle an Aromen. Karamell, Blumenwiese, diverse Früchte, feine Röstaromen. Trotz der Intensität bleibt das ganze in einer gewissen Weise erfrischend.
Selbst das feuchte Blatt vedutzt ein Wenig. Es wirkt doch recht grün und wenn man die Blätter einzeln betrachtet, fällt sofort auf das der größte Teil nicht einmal einen Riss enthält, geschweige denn zerborchen wäre. Hier sieht man mit welcher Hingabe er geerntet und verarbeitet wurde, was noch mehr Freude am Trinken beschert.
Fazit: So wirkt dieser Tee kaum wie ein Schwarztee, zumindest nicht wie einer, den ich bisher getrunken habe. Vielmehr besticht er durch Attribute, welche ich an Oolongs aus dem Wuyishan so sehr schätze und das macht diesen Hong Cha für mich zu einer wahren Besonderheit.
Tags:
China,
Fujian,
Hong Cha,
Schwarztee,
Shiboridashi,
Wuyi Gebirge,
Yan Cha
Montag, 25. November 2013
Ein weiterer grandioser Dan Cong
Diesen Post wollte ich eigentlich schon seit Längerem veröffentlichen, bin bisher aber leider nicht dazu gekommen, da das meist einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Diese hatte ich zwar Anfang letzter Woche, dafür aber keinen funktionierenden Laptop um die passenden Bilder hochzuladen..
Begonnen hat der Tag mit einem Ausflug an die Ränder der kalten und nebligen Westlichen Wälder und schon zu Beginn stand für mich fest, dass einer der Tees, die ich von Chris zugeschickt bekommen habe den Tag im Anschluss perfekt abrunden würde. Neben verschiedenen Yan Chas stand auch ein chinesischer Oolong aus Guangdong bereit getrunken zu werden. Dabei handelte es sich um einen Feng Huang Dan Cong, auch Phönix Dan Cong genannt.
Wie ich es bereits von anderen Oolong Tees aus dieser Region kenne, sind die Blätter sehr dünn, spiralförmig gedreht und bestechen durch eine durch Röstung und stärkere Oxidation enstandene hell- bis dunkelbraune Farbe. Feine Röstnoten lassen sich auch am trockenen Blatt erahnen, welche sich wunderbar mit leicht-fruchtigen Anklängen wie etwa Mango paaren. Im vorgewärmten Tonkännchen wirkt das Blatt noch fruchtiger, fast pfirsichartig, was von einer dezenten, floralen Säure abgelöst wird.
Der erste Aufguss zeigt sich mit einer wunderschönen hellorangenen Farbe, welche zu meinem Eindruck von Pfirsichen passt. Dabei wirkt der Tee enorm leicht, fast schon filigran auf der Zunge. Eine Röstnote sticht nur ansatzweise in Form von einer gewissen Brotigkeit hervor. Vielmehr besticht er durch eine fruchtige, leichte Süße.
Im nächsten Aufguss findet man etwas dunkleren Bernstein, der Tee wirkt nun angenehm vollmundig. Was sich nun auch am Geruch erahnen lässt, sind ausgewogene florale Aromen, welche wunderbar mit einer im Nachklang auftretenden säuerlich-bitteren Note harmonieren. Das ganze steht im Gegensatz zu einer atemberaubenden karamellenen Süße und eindeutigen Fruchtnoten wie Mango und Pfirsich.
Die anfängliche Filigranität erinnert mich stark an andere Dan Congs, die teilweise mehr Aufgüsse warteten, bis sie so aus sich herauskamen, wie dieser schon im zweiten Aufguss - toll!
Der dritte Aufguss besticht sofort durch seinen Geruch - K-A-R-A-M-E-L-L!
Mein erster Eindruck: Süß, süß, süß, süß! Dies wird aber von einer starken Herbe im Abgang unterstrichen - diese bleibt jedoch nicht lange im Mund. Vielmehr ist es diese grandiose Süße, die eine gefühlte Ewigkeit meinen Mundraum ummantelt.
Auch bei den folgenden Aufgüssen besticht der Tee durch seine tolle Süße und verliert dabei keineswegs an Vielschichtigkeit - manchmal sticht eine leicht herbe Note hervor, manchmal florale Noten, dann wieder Frucht, dann wieder starke Süße, oder diese stehen sich gegenüber und ergänzen sich auf eine wunderbare Weise. Erst ab dem siebten oder achten Aufguss bekommt dieser Oolong gewisse "Rundungen". Nun geht er viel geschmeidiger, und ja - runder über die Lippen. Weiterhin lassen sich süße Frucht und feine Blume finden, jedoch verschwindet auch nun die leichte Herbe im Abgang, was jedoch keineswegs negativ auffällt. Vielmehr bringt genau das ein harmonisches Ende, da der Tee nicht viel an Intensität bishin zum zehnten, oder auch elften Aufguss verliert, nein - er wirkt lediglich etwas runder, ohne Ecken und Kanten.
Danke dafür Chris!
Begonnen hat der Tag mit einem Ausflug an die Ränder der kalten und nebligen Westlichen Wälder und schon zu Beginn stand für mich fest, dass einer der Tees, die ich von Chris zugeschickt bekommen habe den Tag im Anschluss perfekt abrunden würde. Neben verschiedenen Yan Chas stand auch ein chinesischer Oolong aus Guangdong bereit getrunken zu werden. Dabei handelte es sich um einen Feng Huang Dan Cong, auch Phönix Dan Cong genannt.
Wie ich es bereits von anderen Oolong Tees aus dieser Region kenne, sind die Blätter sehr dünn, spiralförmig gedreht und bestechen durch eine durch Röstung und stärkere Oxidation enstandene hell- bis dunkelbraune Farbe. Feine Röstnoten lassen sich auch am trockenen Blatt erahnen, welche sich wunderbar mit leicht-fruchtigen Anklängen wie etwa Mango paaren. Im vorgewärmten Tonkännchen wirkt das Blatt noch fruchtiger, fast pfirsichartig, was von einer dezenten, floralen Säure abgelöst wird.
Der erste Aufguss zeigt sich mit einer wunderschönen hellorangenen Farbe, welche zu meinem Eindruck von Pfirsichen passt. Dabei wirkt der Tee enorm leicht, fast schon filigran auf der Zunge. Eine Röstnote sticht nur ansatzweise in Form von einer gewissen Brotigkeit hervor. Vielmehr besticht er durch eine fruchtige, leichte Süße.
Im nächsten Aufguss findet man etwas dunkleren Bernstein, der Tee wirkt nun angenehm vollmundig. Was sich nun auch am Geruch erahnen lässt, sind ausgewogene florale Aromen, welche wunderbar mit einer im Nachklang auftretenden säuerlich-bitteren Note harmonieren. Das ganze steht im Gegensatz zu einer atemberaubenden karamellenen Süße und eindeutigen Fruchtnoten wie Mango und Pfirsich.
Die anfängliche Filigranität erinnert mich stark an andere Dan Congs, die teilweise mehr Aufgüsse warteten, bis sie so aus sich herauskamen, wie dieser schon im zweiten Aufguss - toll!
Der dritte Aufguss besticht sofort durch seinen Geruch - K-A-R-A-M-E-L-L!
Mein erster Eindruck: Süß, süß, süß, süß! Dies wird aber von einer starken Herbe im Abgang unterstrichen - diese bleibt jedoch nicht lange im Mund. Vielmehr ist es diese grandiose Süße, die eine gefühlte Ewigkeit meinen Mundraum ummantelt.
| die Blätter sind teilweise so fest gedreht, dass sie sich nicht lösen lassen |
Auch bei den folgenden Aufgüssen besticht der Tee durch seine tolle Süße und verliert dabei keineswegs an Vielschichtigkeit - manchmal sticht eine leicht herbe Note hervor, manchmal florale Noten, dann wieder Frucht, dann wieder starke Süße, oder diese stehen sich gegenüber und ergänzen sich auf eine wunderbare Weise. Erst ab dem siebten oder achten Aufguss bekommt dieser Oolong gewisse "Rundungen". Nun geht er viel geschmeidiger, und ja - runder über die Lippen. Weiterhin lassen sich süße Frucht und feine Blume finden, jedoch verschwindet auch nun die leichte Herbe im Abgang, was jedoch keineswegs negativ auffällt. Vielmehr bringt genau das ein harmonisches Ende, da der Tee nicht viel an Intensität bishin zum zehnten, oder auch elften Aufguss verliert, nein - er wirkt lediglich etwas runder, ohne Ecken und Kanten.
Danke dafür Chris!
Mittwoch, 6. November 2013
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